Sechs Tage Arbeit, dann ein Ruhetag - das ist der Rhythmus, den wir aus der biblischen Schöpfungserzählung kennen und der zutiefst sinnvoll ist. Der Wechsel von Werktag und Sonntag entspricht offenbar dem Menschen, scheint seinem Wesen eingeschrieben zu sein. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass genau dieser 7-Tage-Rhythmus dem Menschen entspricht und dass er krank wird, wenn dieser Ruhetag über längere Zeit fehlt.

"Am siebten Tag ruhte Gott" heißt es im Buch Genesis, dem ersten Buch biblischen Alten Testaments. Dieser Ruhetag ist bis heute der jüdische Sabbat (Wochentag: Samstag). Der Sonntag ist dementsprechend also nicht der 7. Tag, sondern der 1. Tag der Woche!

Der biblischen Überlieferung nach erfahren wir im Neuen Testament, dass Jesus am ersten Tag der Woche von den Toten auferstanden ist. Dieser Auferstehungstag (Ostersonntag)  ist sozusagen der "Urfeiertag" des Christentums und jeder Sonntag ein kleines "wöchentliches Osterfest". In den ersten Jahrhunderten des Christentums wurden die Christen verfolgt und der Sonntag/der erste Tag der Woche war kein arbeitsfreier Tag, sondern ein gewöhnlicher Arbeitstag. Doch die Christen trafen sich an jedem ersten Tag der Woche ganz in der Früh oder am Abend um gemeinsam in den Häusern (Hauskirchen) heimlich Gottesdienst zu feiern und den Auftrag Jesu zu erfüllen, den er den Aposteln beim Letzten Abendmahl gegeben hat: "Tut dies zu meinem Gedächtnis!".

Erst nach der Zeit der Christenverfolgungen (Ende des 4. Jahrhunderts) konnte der Sonntag auch öffentlich gefeiert werden und es wurde mit der Zeit ein arbeitsfreier Tag, der "für Gott reserviert" war.

Das Gebot "Du sollst den Tag des Herrn heiligen" bezog sich ursprünglich natürlich auch auf den jüdischen Sabbat. Für uns Christen ist die Auferstehung Jesu das zentrale Fest und damit auch DER Tag des Herrn!

Das Versammeln am Tag des Herrn und die Feier der österlichen Geheimnisse sind für jede christliche Gemeinschaft Quelle und Höhepunkt ihres Gemeindelebens. Wir hören das Wort Gottes, denken an Tod und Auferstehung Jesu und erwarten sein Wiederkommen. Wir tanken Kraft für die neue Woche und stellen uns in den Dienst seiner Botschaft und lassen uns in die Welt senden.

Der Sonntag ist aber auch ein Tag der Entspannung, ein Tag der Familie und der Freundschaftspflege - ein Tag, der einfach gut tun soll. Wir Christen pflegen am Sonntag unsere Beziehung zu unserem Gott und zugleich auch die Beziehung zu unseren Mitmenschen, zu uns selbst und zur Schöpfung. Der Sonntag verbindet dadurch Himmel und Erde und so kann jeder Sonntag ein Fenster zum Himmel sein.

Und so wünschen wir Ihnen ein schönes Wochenende und einen schönen Sonntag!

Gerold Schwind, PA

 

 

 

Termine Seelsorgeraum

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Wort Gottes für den Winter 2021/22

An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren.
Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; einige andere Boote begleiteten ihn.
Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass es sich mit Wasser zu füllen begann.
Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?
Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein.
Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?
Da ergriff sie große Furcht, und sie sagten zueinander: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar der Wind und der See gehorchen?

Markus - Mk 4,35-41.

Gebetsanliegen von Papst Franziskus

DEZEMBER 

Gebetsmeinung für die Ausbreitung des Gottesreiches – Für die Katechisten

Beten wir für die Katechisten, die bestellt sind, das Wort Gottes zu verkünden: Sie mögen in der Kraft des Heiligen Geistes mutig und kreativ dafür Zeugen sein. 

JANUAR 

Für echte menschliche Brüderlichkeit  Wir beten für alle, die unter religiöser Diskriminierung und Verfolgung leiden; ihre  persönlichen Rechte mögen anerkannt und ihre Würde geachtet werden, weil wir alle  Schwestern und Brüder einer einzigen Familie sind.

 

NEU

Videobotschaft des Papstes zur Erklärung des Gebetsanliegens

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